Verliebt bis über beide Ohren

Gestern schien die Welt noch grau in grau zu sein. Ein Mensch, einsam und nicht verliebt. Das schöne Gefühl der Verliebtheit war nur eine blasse Erinnerung. Plötzlich passierte es. Ein charmanter Angriff der Verliebtheit aus dem Nichts. Ein Blick in zwei Augen, in denen sich die gleiche Sehnsucht spiegelte. Sehnsucht nach dem Gefühl der Verliebtheit. Sehnsucht nach dem Gefühl der Geborgenheit. Sehnsucht, endlich wieder verliebt zu sein.

Das Herz sprach gleich eine leicht verständliche Sprache: Du bist verliebt! Nur der Verstand wehrte sich noch mit tausend Argumenten. Du bist verliebt, knallte ihm das Gefühl entgegen. Nutze die Chance, wenn du die Verliebtheit auskosten willst. Gleich würde das Augenpaar sich wieder abwenden. Vorbei die Gelegenheit, glücklich verliebt zu sein und dem Gefühl der Verliebtheit ein Zuhause zu geben. Jetzt galt es, die passenden Worte zu finden. Natürlich wäre es die falsche Taktik, mit der Tür ins Haus zu fallen, gleich zu gestehen, verliebt zu sein. Ein Lächeln genügte, um die Verliebtheit zu zeigen. Wer verliebt bis über beide Ohren ist, lächelt und strahlt.

Noch immer guckten sich die fremden Augenpaare mit viel Gefühl an. Beiderseits verliebt, so schien es. Zwei strahlende Gesichter, in denen in Großbuchstaben die Verliebtheit geschrieben stand. Beide konnten es lesen. Beide versteckten ihr Gefühl der Verliebtheit nicht. Das war ein guter Anfang. Später saßen sie auf einer Parkbank, verliebt und stumm, sich selbst genug. Die Verliebtheit drückte sich in zärtlichen Berührungen aus. Schließlich der erste Kuss im Gefühl großer Verliebtheit. Immer noch wortlos, nur in der Sprache der Verliebtheit kommunizierend. Verliebt und ein Proseccokribbeln im Bauch. Das änderte sich auch nicht, als es zu regnen begann. Das Gefühl der Verliebtheit war Regenschirm und Mantel zugleich und schützte gegen das Gefühl aufkommender Kühle, die ja nur äußerlich war.